Wenn selbst ernannte Moralrichter die Demokratie mit Füßen treten – Die erschreckende Arroganz der Ausgrenzung
Wie viel menschenverachtende Überheblichkeit passt eigentlich unter den Deckmantel der Demokratie? Eine Apothekerin nimmt sich allen Ernstes heraus Menschen wegen ihrer Wahlentscheidung öffentlich nahezulegen und ihr Geschäft zu meiden. Was für eine bodenlose Anmaßung! Wer zum Teufel hat diese Frau zur Richterin über den gesellschaftlichen Wert anderer Menschen ernannt und sie steht mit dieser selbstgerechten Haltung keineswegs allein da.
Auch öffentliche Figuren wie Kurt Krömer, Jan Böhmermann und andere inszenieren sich mitunter als besonders entschlossene Verteidiger demokratischer Werte. Doch wer politische Gegner pauschal verspottet, herabwürdigt oder zum Feindbild erklärt muss sich fragen lassen ob er noch demokratische Streitkultur betreibt oder längst selbst zum verbissenen Hater geworden ist. Wer sich für einen Oberdemokraten hält besitzt deshalb noch lange keine moralische Überlegenheit!
Was kommt als Nächstes? Gesinnungskontrollen an der Ladentür? Politische Kennzeichnungen auf der Kleidung? Die gesellschaftliche Ächtung Andersdenkender? Haben wir aus den dunkelsten Kapiteln unserer Geschichte denn gar nichts gelernt?
Die Verbrechen von damals sind mit solchen Äußerungen nicht gleichzusetzen, aber gerade unsere Geschichte sollte uns verdammt noch mal gelehrt haben wie gefährlich die Vorstellung ist, Menschen nach ihrer Gesinnung in erwünscht und unerwünscht einzuteilen!
Mich ekelt diese selbstgefällige Doppelmoral an. Diese unerträgliche Arroganz mit der manche sich zu Wächtern der Demokratie erklären, während sie anderen mit unverhohlener Verachtung begegnen. Das ist keine moralische Größe, sondern Intoleranz mit einem Heiligenschein!
Eine Apotheke ist kein politischer Gesinnungsgerichtshof und eine Fernsehshow verleiht niemandem das Recht, sich zum obersten Richter über Millionen Menschen aufzuschwingen.
Wer ständig Toleranz predigt, aber selbst nur Spott, Verachtung und Ausgrenzung für Andersdenkende übrig hat sollte endlich von seinem verdammten moralischen Podest heruntersteigen.
Demokratie gehört nicht den lautesten selbst ernannten Tugendwächtern. Sie gehört allen Bürgern, auch denen, deren Meinung diese Leute nicht ertragen können!
Wer glaubt, die unerträgliche Selbstgerechtigkeit dieser Apothekerin sei ein bedauerlicher Einzelfall sollte sich ansehen, was inzwischen in Teilen der deutschen Wirtschaft geschieht.
BMW, Banken und die erschreckende Macht wirtschaftlicher Ausgrenzung
Was sich der Automobilkonzern BMW im Fall des AfD-Politikers Tobias Rausch geleistet hat wirft Fragen auf, die weit über einen zurückgezogenen Leasingvertrag hinausgehen! Ausgerechnet am Tag seiner Wahl zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt zieht BMW ein bereits unterbreitetes Angebot für dessen Dienstwagen zurück. Ein demokratisch gewählter Repräsentant eines deutschen Bundeslandes steht plötzlich ohne das vorgesehene Leasingangebot da. BMW nennt keinen Grund, ob die Parteizugehörigkeit ausschlaggebend war bleibt ungeklärt.
Genau dieses Schweigen ist angesichts der Umstände kaum zu ertragen! Ein Weltkonzern trifft eine derart auffällige Entscheidung, verweigert aber eine nachvollziehbare öffentliche Erklärung. Natürlich darf BMW seine Vertragspartner im gesetzlichen Rahmen selbst auswählen. Aber wenn ein bereits vorliegendes Angebot ausgerechnet bei der Wahl eines AfD-Politikers zurückgezogen wird, muss sich der Konzern kritische Fragen gefallen lassen. Sollte hier tatsächlich die politische Zugehörigkeit eine Rolle gespielt haben wäre das ein ungeheuerlicher Vorgang! Seit wann dürfen milliardenschwere Unternehmen ihre wirtschaftliche Macht dazu einsetzen demokratisch gewählte Amtsträger wegen ihrer Parteizugehörigkeit auszugrenzen?
BMW steht mit solchen Vorgängen nicht allein im Mittelpunkt der öffentlichen Kritik. Die Deutsche Kreditbank kündigte einem AfD-Abgeordneten Konten und Kreditkarten. Volksbanken beendeten Geschäftsbeziehungen mit AfD-Organisationen, auch hier sind die jeweiligen Gründe nicht in jedem Fall abschließend geklärt. Doch die dokumentierten Vorgänge werfen eine grundsätzliche Frage auf. Was geschieht mit einer Demokratie, wenn der Zugang zu wirtschaftlichen Dienstleistungen möglicherweise von der politischen Gesinnung abhängig gemacht wird?
Eine Apothekerin, die AfD-Wähler öffentlich zum Fernbleiben auffordert ist bereits ein erschreckendes Beispiel gesellschaftlicher Intoleranz. Aber wenn sich der Verdacht politisch motivierter Ausgrenzung auch gegen große Wirtschaftsunternehmen richtet bekommt diese Entwicklung eine völlig andere Dimension! Denn hier geht es nicht mehr nur um persönliche Überheblichkeit, sondern um wirtschaftliche Macht und deren mögliche politische Instrumentalisierung.
Wo zum Teufel soll das enden? Heute wird ein Leasingangebot zurückgezogen, morgen ein Bankkonto gekündigt. Was kommt übermorgen und wer entscheidet dann welche politische Überzeugung noch akzeptabel ist? Heute trifft es AfD-Politiker und ihre Organisationen. Aber was passiert wenn morgen eine andere Partei oder eine andere gesellschaftliche Gruppe ins Visier gerät?
Ich verabscheue diese Vorstellung zutiefst! Kein Vorstandsvorsitzender, kein Bankmanager und kein selbst ernannter Moralrichter sollte sich anmaßen die politische Gesinnung eines Menschen zum Maßstab seiner gesellschaftlichen Zugehörigkeit zu machen. Unternehmen dürfen politische Haltungen vertreten, aber wirtschaftliche Macht darf nicht zum Instrument willkürlicher politischer Bestrafung werden.
Deshalb verdient gerade der Fall BMW eine schonungslose öffentliche Aufklärung. Der Konzern sollte erklären, warum das Leasingangebot zurückgezogen wurde. Nicht weil bereits bewiesen wäre das politische Diskriminierung stattgefunden hat, sondern weil eine derart brisante Entscheidung berechtigte Fragen aufwirft.
Eine Demokratie in der wirtschaftliche Macht möglicherweise dazu eingesetzt wird politisch Andersdenkende auszugrenzen muss sich fragen lassen, wie ernst sie es mit ihrer viel beschworenen Toleranz tatsächlich meint!
Quellen
BMW zieht Leasingangebot für AfD-Landtagspräsidenten zurück – Tagesschau, 9. Oktober 2026
Kontokündigungen bei AfD-Mitgliedern und Organisationen – Tagesschau, November 2025
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/afd-kontokuendigungen-banken-100.html
Volksbank kündigt Konto eines AfD-Kreisverbandes – Reuters, 22. Januar 2025
