Die Regionen Bulgariens – ein kurzer Überblick
Bulgarien ist landschaftlich überraschend vielfältig. Meer, große Ebenen und mehrere Gebirge liegen oft nur wenige Autostunden auseinander. Für Auswanderer ist diese Einteilung hilfreich, weil sich Klima, Infrastruktur und Lebensweise teilweise deutlich unterscheiden.
Schwarzmeerküste
Die rund 380 Kilometer lange Küste mit Varna im Norden und Burgas im Süden. Gute Infrastruktur in den großen Städten, internationale Flughäfen und viele Ferienorte. Besonders beliebt bei ausländischen Auswanderern, allerdings in guten Lagen inzwischen deutlich teurer.
Donauebene / Nordbulgarien
Das große Gebiet zwischen Donau und Balkangebirge. Landwirtschaftlich geprägt, mit Städten wie Ruse, Pleven und Veliko Tarnovo. Immobilien sind außerhalb der Städte häufig noch günstig, dafür ist die Infrastruktur auf dem Land teilweise schwach.
Balkangebirge – Stara Planina
Das Balkangebirge zieht sich quer durch Bulgarien von Westen bis fast ans Schwarze Meer. Kleine Städte, Bergdörfer, Wälder und viel Natur. Interessant für Menschen, die Ruhe suchen, aber mit deutlich stärkeren Wintern als an der Küste.
Sofia und Westbulgarien
Das wirtschaftliche Zentrum des Landes mit Sofia als Hauptstadt und größter Stadt Bulgariens. Beste Auswahl an Arbeitsplätzen, medizinischer Versorgung und Dienstleistungen, dafür höhere Immobilienpreise und Lebenshaltungskosten.
Thrakische Tiefebene / Zentralbulgarien
Die große Ebene rund um Plovdiv, Stara Zagora und Pazardzhik. Fruchtbare Landwirtschaft, Weinbau, heiße Sommer und gute Verkehrsverbindungen. Eine interessante Mischung aus größeren Städten und ländlichen Gebieten.
Rhodopen
Großes Gebirge im Süden Bulgariens mit Orten wie Smolyan und Devin. Wälder, Berge, kleine Dörfer und viel Natur. Sehr reizvoll, aber je nach Lage lange Wege und im Winter teilweise schwieriger erreichbar.
Südwestbulgarien
Die Region um Blagoevgrad, Sandanski und Petrich bis zur griechischen und nordmazedonischen Grenze. Teilweise ausgesprochen mildes Klima, Berge und kurze Wege nach Griechenland.
Rila und Pirin
Die höchsten Gebirgsregionen Bulgariens mit dem Rila-Kloster, dem höchsten Berg des Landes, dem Musala, und bekannten Wintersportorten wie Bansko und Borovets. Landschaftlich spektakulär, für dauerhaftes Wohnen aber stark von Höhenlage und konkretem Standort abhängig.
Strandzha und Südostbulgarien
Die dünner besiedelte Region südlich und südwestlich von Burgas bis zur türkischen Grenze. Wälder, kleine Dörfer, Naturparks und viel Ruhe. Burgas bleibt für viele Orte das wichtigste Versorgungszentrum.
Dobrudscha / Nordosten
Weite, überwiegend flache Landschaft im Nordosten rund um Dobrich bis zur rumänischen Grenze und ans Schwarze Meer. Stark landwirtschaftlich geprägt, dünner besiedelt und außerhalb der Küstenorte teilweise noch vergleichsweise günstig.
Diese Regionen sind keine einheitlichen Verwaltungsgebiete, sondern eine praktische geografische Einteilung. Bulgarien selbst ist administrativ in 28 Oblaste (Bezirke) gegliedert.
