Elite des Versagens – Wie Dummheit, Arroganz und Bürokratie ein Land in den Abgrund führen kann
Corona war kein Unfall, Corona war die Offenbarung. Ein grelles Licht auf eine politische Klasse, die sich selbst für Führung hält, aber in Wahrheit nichts weiter ist als eine Ansammlung mittelmäßiger Karrieristen, die es nach oben geschafft haben, ohne je beweisen zu müssen, dass sie unter Druck denken, entscheiden oder Verantwortung tragen können. Das Virus war der Spiegel und das Spiegelbild war erbärmlich.
Schon in den ersten Wochen zeigte sich, dass dort, wo Führung hätte stehen müssen, Leere herrschte. Minister, Staatssekretäre, Ausschussvorsitzende, allesamt geschniegelt, bestens versorgt, mit Fahrer, Referentenstab und sechsstelligen Einkommen ausgestattet, aber intellektuell und charakterlich überfordert von der einfachsten aller Aufgaben eine Krise ehrlich zu benennen und priorisiert zu handeln. Stattdessen bekam man Sprechblasen, Moralappelle und einen infantilen Glauben daran, dass man Realität durch Verordnung ersetzen könne.
Diese Leute sind keine Elite, sie sind das Ergebnis eines Systems das Anpassung belohnt und Kompetenz bestraft. Viele von ihnen haben ihr Studium abgebrochen oder gerade so überlebt, manche nie abgeschlossen, andere in Fächern die keinerlei Relevanz für das haben, was sie heute entscheiden. Und genau diese Menschen sitzen in den höchsten Positionen, kassieren Höchstgehälter und entscheiden über Infrastruktur, Energie, Sicherheit und im Zweifel über Leben und Tod. Nicht weil sie geeignet wären, sondern weil sie gelernt haben wie man sich nach oben duckt, loyal nickt und niemals aneckt.
Corona hat offengelegt, wie tödlich diese Mischung aus Inkompetenz und Arroganz ist. Wer keine Ahnung hat, aber glaubt, im Besitz der moralischen Wahrheit zu sein, wird gefährlich. Entscheidungen wurden nicht aufgrund belastbarer Abwägungen getroffen, sondern aus Angst vor Gesichtsverlust. Kurswechsel wurden nicht erklärt, sondern verschleiert, Fehler nicht eingeräumt sondern umetikettiert. Verantwortung verschwand in Taskforces, Arbeitsgruppen und Zuständigkeitsgerangel. Niemand war schuld, alle waren beteiligt und genau deshalb war am Ende keiner verantwortlich.
Noch schlimmer war die Hybris, Deutschland erklärte sich selbst zum Vorbild, zum moralischen Leuchtturm, zur rationalen Bastion. Währenddessen versagte es an den Grundlagen. Schutzmaterial fehlte, Daten waren unbrauchbar, Zuständigkeiten chaotisch und Entscheidungen langsam. Die Reaktion darauf war nicht Demut, sondern Selbstbeweihräucherung. Man klopfte sich gegenseitig auf die Schulter, während man improvisierte wie eine schlecht organisierte Schulaufführung.
Und jetzt, nach all dem spricht man von Kriegstüchtigkeit, von Resilienz und von Führungsanspruch. Das ist nicht nur lächerlich, das ist gefährlich. Dieses Land bekommt keinen koordinierten Stromausfall bewältigt, ohne dass ganze Regionen hilflos im Dunkeln sitzen. Es bekommt Überschwemmungen nicht in den Griff, ohne dass Menschen auf Dächern ausharren, während Behörden erst prüfen, ob Formulare korrekt ausgefüllt wurden. Es bekommt digitale Verwaltung nicht einmal im Alltag hin, aber will im Ernstfall schnell, entschlossen und handlungsfähig sein.
Das ist Größenwahn.
Die Wahrheit ist brutal einfach, in einer echten Krise würde dieses System kollabieren. Nicht, weil es keine Ressourcen gäbe, sondern weil sie nicht abrufbar wären. Nicht, weil es keine Helfer gäbe, sondern weil niemand den Überblick hätte. Nicht, weil niemand handeln wollte, sondern weil niemand entscheiden dürfte. Bürokratie ist in diesem Land kein Werkzeug mehr, sie ist eine Todesfalle. Sie lähmt, verzögert, verhindert und sie wird verteidigt von genau jenen, die ohne sie vollkommen nackt dastünden.
Die Bürger tragen Mitschuld, sie haben dieses Personal gewählt, toleriert, beklatscht oder resigniert hingenommen. Sie haben Kompetenz mit Sympathie verwechselt, Führung mit Rhetorik, Sicherheit mit Versprechen. Sie haben sich eingeredet, dass Vorbereitung paranoid sei und Vorsorge ein Zeichen von Misstrauen. Wer anders dachte, wurde lächerlich gemacht, wer Risiken benannte diffamiert. Man hat Warner ausgelacht und Blender befördert.
Wenn die nächste große Krise kommt, und sie wird kommen, dann wird niemand überrascht sein dürfen. Dann werden dieselben Gesichter wieder vor Kameras stehen und Betroffenheit simulieren. Dieselben Floskeln werden abgespult werden, dieselben Schuldverschiebungen einsetzen und wieder wird Zeit vergeudet, die es nicht gibt.
Das ist kein Untergangsphantasma, das ist eine nüchterne Fortschreibung dessen, was bereits bewiesen wurde, Corona war die Bewährungsprobe. Sie wurde nicht bestanden und wer einen Test nicht besteht, wird in der nächsten Stufe nicht plötzlich besser.
Dieses Land wird nicht an äußeren Feinden zerbrechen, es wird an seiner eigenen Dummheit, Selbstzufriedenheit und Führungslosigkeit scheitern. Alles andere ist Selbstbetrug.
