Ankommen in Bulgarien

Ankommen in bulgarien

Ankommen in Bulgarien – die ersten Schritte im neuen Leben

Die Kisten sind gepackt, Deutschland liegt hinter einem und plötzlich steht man in Bulgarien. Jetzt beginnt der Teil der Auswanderung, den kein Ratgeber vollständig vorbereiten kann, aus einem fremden Land den eigenen Alltag zu machen. Gerade in den ersten Wochen sollte man sich deshalb nicht unter Druck setzen alles sofort erledigen zu müssen.

Erst einmal richtig ankommen

Am Anfang stehen die praktischen Dinge. Wohnung oder Haus beziehen, Strom, Wasser und Internet kontrollieren, Einkaufsmöglichkeiten kennenlernen und herausfinden, wo Ärzte, Apotheke, Bank und wichtige Behörden zu finden sind. Wer ein Auto mitgebracht hat, muss sich außerdem rechtzeitig mit Anmeldung, Versicherung und den bulgarischen Vorschriften beschäftigen.

EU-Bürger können grundsätzlich ohne Visum nach Bulgarien einreisen. Wer dauerhaft bleiben möchte, muss sich jedoch um die erforderliche Aufenthaltsregistrierung kümmern. Krankenversicherung und gegebenenfalls die Einbindung in das bulgarische Gesundheitssystem sollten ebenfalls möglichst früh geklärt werden.

Nicht alles funktioniert wie in Deutschland

Die größte Umstellung beginnt im Alltag. Behördengänge können anders ablaufen, Handwerker kommen nicht immer nach deutschen Vorstellungen von Terminplanung und manches Problem wird auf eine Weise gelöst, die zunächst ungewöhnlich erscheint. Wer bei jeder Gelegenheit sagt „In Deutschland macht man das aber so“, wird sich das Ankommen selbst schwer machen.

Ein paar Wörter Bulgarisch helfen erstaunlich viel. Man muss keine perfekten Gespräche führen können. Begrüßung, Zahlen, Einkaufen und einfache Alltagssätze öffnen bereits viele Türen. Noch wichtiger ist der Kontakt zu den Menschen vor Ort. Nachbarn kennenzulernen ist häufig wertvoller als die hundertste deutsche Auswanderergruppe im Internet.

Nicht sofort alles kaufen und entscheiden

Gerade am Anfang würde ich größere Entscheidungen möglichst vermeiden. Erst einige Zeit erleben wie der neue Alltag tatsächlich funktioniert. Wo kauft man günstig ein? Welche Ärzte sind gut? Welcher Handwerker ist zuverlässig? Was benötigt man wirklich für Haus oder Wohnung? Das lernt man nicht in einer Woche.

Ankommen bedeutet deshalb mehr als eine bulgarische Adresse zu besitzen. Es beginnt in dem Moment, in dem man nicht mehr jeden Tag Deutschland mit Bulgarien vergleicht, sondern seinen eigenen Alltag hier aufbaut.

Mein Rat: Zeit lassen, beobachten, Kontakte knüpfen und Bulgarien kennenlernen. Die wichtigsten Behördengänge müssen erledigt werden aber Heimat entsteht nicht auf einem Amt, sie entsteht danach.